DE | EN
Projekt

Von der Bestandsaufnahme zur Kreislauffähigkeit.

ConCIRCLE entwickelt gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Baupraxis die wissenschaftliche, digitale und normative Grundlage, um ganze Stahlbetonbauteile aus Bestandsgebäuden wieder in den Kreislauf zu bringen.

Unsere Mission
Wir erarbeiten einen wissenschaftlich fundierten Standpunkt zur Wiederverwendung ganzer Stahlbetonbauteile unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte.
Technische Herausforderungen

Was eine belastbare Bewertung erfordert.

Die Wiederverwendung von Stahlbetonbauteilen ist technisch anspruchsvoll. Vier Faktoren bestimmen, ob eine Bauteilgruppe wiederverwendet werden kann.

🧱
Kritisch vor 1988

Betondeckung

Unzureichende Betondeckung, besonders kritisch bei Bauten vor 1988, führt zu Bewehrungskorrosion und beeinträchtigt die Restnutzungsdauer der Bauteile erheblich.

🔩
Kritisch vor 1972

Glattstahl vs. Rippenstahl

Bis 1972 wurde überwiegend Glattstahl eingesetzt, dessen Verbundverhalten und Streckgrenze von moderner Normstahlqualität abweicht. Dies beeinflusst maßgeblich die Bewertung der Wiederverwendbarkeit.

⚠️
1960 bis 1993

Asbest

Asbesthaltige Abstandhalter wurden im Zeitraum 1960 bis 1993 eingesetzt. Vor jeder Wiederverwendung ist eine verpflichtende Schadstoffanalyse durchzuführen.

🧪
Ziel ≥ 50 Jahre

Carbonatisierung & Chloride

Carbonatisierungstiefe und Chlorideintrag bestimmen den Korrosionsfortschritt der Bewehrung. Ziel ist der Nachweis einer Restnutzungsdauer von mindestens 50 Jahren.

Zusammenfassung

Das Wesentliche auf einen Blick.

Vier Kernpunkte beschreiben Herkunft, Fokus, Ergebnisse und Ziel des Projekts.

3 Jahre Projektlaufzeit
50+ Jahre angestrebte Restnutzungsdauer

Aufbau auf dem Vorgängerprojekt NaiS, methodische Kontinuität mit erweitertem Scope und industriellen Partnern.

Fokus auf Wiederverwendung von Stahlbeton in Ortbetonbauweise, dem dominierenden Bautyp des 20. Jahrhunderts.

Ergebnisse umfassen KI-Systeme zur Zustandsbewertung, wissenschaftliche Veröffentlichungen und transferfähige Werkzeuge.

Langfristiges Ziel: Integration in den Digitalen Produktpass (DPP) und Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle für den Kreislauf.

Warum dieses Konsortium

Vollständige Kompetenz über den ganzen Lebenszyklus.

Kein einzelner Akteur deckt allein die Spannbreite von Materialdiagnostik über KI-Datenverarbeitung und Normung bis zum operativen Rückbau ab. Diese Kombination ist bewusst gewählt: Sie schafft eine lückenlose Kette von der Bestandsaufnahme bis zur praxistauglichen Wiederverwendung.

Forschung & Normung

KIT liefert probabilistische Modelle, Materialdiagnostik und KI-Methoden, wissenschaftlich fundiert, nicht nur konzeptionell. Der DBV verankert die Ergebnisse direkt im Regelwerk und sichert den Transfer in die baurechtlich relevante Praxis.

Industrie & Praxis

Concular bringt reale Bestandsdaten, digitale Plattformkompetenz und Marktzugang ein. Züblin stellt aktive Rückbauprojekte und baupraktisches Know-how bereit, vom ersten Bauteilscan bis zur erneuten Nutzung.

Kontakt

Gemeinsam Bauteile
weiterdenken.

Wir freuen uns auf den Dialog, ob im Rahmen einer Forschungspartnerschaft, eines Pilotprojekts oder eines fachlichen Austauschs.

Newsletter abonnieren Kontakt aufnehmen →